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Ich war von 10.1971 bis 12.1971 im Legerplaats.
Die ersten Wochen waren
ungewohnt, doch dann ging es ganz gut.
Allerdings war es bei den Übungen
immer recht sandig. ツ
Wir waren an den Wochenenden oft in der
Discothek »Riva« in Budel. Gut war
auch, dass wir einige Piratensender per Radio
empfangen konnten, die von
Schiffen auf der Nordsee gesendet hatten. So
konnten wir immer aktuelle Musik
hören.
Dann wurde ich nach Husum in Nordfriesland
versetzt. Dort blieb ich
letztendlich als SaZ 12. Als ich den
Feldwebellehrgang in Iserlohn
absolvierte, traf ich dort einen StUffz, der in
Budel stv. Zugführer eines
anderen Zuges war. Der war in unserer
Grundausbildung ein ganz schön harter
Hund. Ich sagte ihm das auch. Da wurde er
verlegen. Denn im Grunde war er ein
netter Kamerad.
Übrigens, das Gegenstück zu Budel befand sich
in der Nähe von Zeven, wo ich
seit 1984 wohne, in Seedorf. Die
niederländischen Soldaten hatten die
Gegend
hier bunter gestaltet. Nicht nur durch ihre
nette Art und ihre Tradition, auch
die Vier-Abend-Märsche, die Vierdagse, die
immer noch jedes Jahr stattfinden,
waren ihre Idee.
Einige Ehen mit deutschen Frauen wurden hier
geschlossen und viele Familien
blieben nach dem Abzug der niederländischen
Soldaten aus Seedorf hier. Aber
auch andere Soldaten verließen nach Ende ihrer
Dienstzeit nicht diese Gegend.
Sogar niederländische Händler gibt es hier
immer noch.
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